zur Startseite

TuS-Beratung

KOOP-Fortbildung 2015

Beratung bei hocheskalierten Elternkonflikten
im Rahmen von Trennung und Scheidung

Ausgehend vom Arbeitskreis „Jugendsozialarbeit an Schulen“, veranstaltet das Kreisjugendamt des Landkreises Neumarkt eine zweite „KOOP-Fortbildung“. Wir wollen an die guten Effekte der Fortbildung „Systemische Beratung im schulischen Kontext“ (11'2013) anschließen und freuen uns, wenn wieder viele Kooperationspartner aus dem Landkreis teilnehmen wollen!

Neben der fachlichen Weiterbildung kann an diesen beiden Tagen das professionelle Netzwerk weiter gestärkt und Kennenlernen und gegenseitiges Verständnis der Beratungsfachkräfte gefördert werden.

Leitung

Sepp Eiber

Hansjörg Albrecht

Soziologe M.A., Mediator, Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Paartherapeut

Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Familientherapeut, Systemischer Schulcoach

n.i.m.o.s. Institut,

ASD Jugendamt Erlangen

Systemische Praxis Albrecht,
Jugendhilfestation Neumarkt

www.nimos-mediation.de/eiber

www.syspra-albrecht.de

Zielsetzung und Inhalt

Hochstrittige Elternkonflikte binden oft enorme zeitliche und fachliche Ressourcen. Es sind diese eskalierten und emotional extrem aufgeladenen Fälle, vor allem im Bereich des Umgangsrechtes und der elterlichen Sorge, die in ihren destruktiven Auswirkungen auf Kinder langfristig hochgradig schädlich wirken können. Für die Beratungsfachkräfte ist es eine Herausforderung, sich in der komplexen Dynamik mit ihren dichten Verläufen zu orientieren, abzugrenzen und den eigenen fachlichen Standpunkt beizubehalten um wirksam intervenieren zu können.

Ziel des Kurses ist, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissen über Trennungsdynamiken zu vermitteln, ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre beraterischen Haltungen und Methoden zu überprüfen und dabei die Rahmenbedingungen des spezifischen Settings zu berücksichtigen. Dabei liegt das Augenmerk auf den Bedürfnissen und der besonderen Not von Kindern zwischen zerstrittenen Eltern.

Inhalte des Kurses sind:

  • Paare und Paardynamik sowie Phasen der Trennung,

  • wissenschaftliche Studien im Kontext von High-Conflict (HC)- Familien,

  • unterschiedliche Beratungsansätze z.B. systemische, mediative, deeskalierende Elemente,

  • freiwillige versus angeordnete Beratung,

  • Haltung der Beraterinnen und Berater (keine Verantwortungsübernahme),

  • Psychoedukation und Elterncoaching,

  • Einbeziehung der Systeme Trennungs-, Stiefeltern- bzw. Patchworkfamilien in die Beratung,

  • Reaktionen von Kindern und kontextspezifische Einbeziehung von Kindern bei Trennung und Scheidung,

  • Berücksichtigung von interkulturellen Aspekten,

  • Vernetzung der Helfersysteme

Teilnehmerzahl max. 21

Setting

Um eine „angemessen durchmischte“ Fortbildungsgruppe zu bilden, werden die verfügbaren Plätze über die Leitungskräfte den Mitarbeitenden der angeführten Organisationen angeboten. Für Plätze die zum Anmeldeschluss noch frei sind, werden gezielt weitere Beraterinnen und Beratern angesprochen, die in anderen Kontexten arbeiten (Jugendbüro, freie BeraterInnen an Schulen, KJP-Praxen, KJ-PsychotherapeutInnen, ...).

Bitte haben Sie Verständnis, dass jede Festlegung des Settings einen Kompromiss darstellt und nicht alle Aspekte gleichwertig behandelt werden können.

4 x Allgemeiner Sozialer Dienst, Kreisjugendamt Neumarkt

2 x Kreisjugendamt Neumarkt, Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)

3 x Schulamt Neumarkt (Beratungslehrkräfte und SchulpsychologInnen)

3 x gfi Neumarkt, Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)

3 x Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (BeraterInnen)

3 x Erziehungsberatungsstelle Neumarkt (BeraterInnen)

3 x Jugendhilfestation Neumarkt (AED-Team)