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Grundlagen systemischer Familienarbeit

 

Ein Kurs in neuem Denken und Handeln

 

Fortbildungsreihe in drei Teilen (jeweils Montag bis Freitag)

Ziele/Inhalte:
Die Grundlage dieser Form von Arbeit mit Familien und/oder mit familiären Subsystemen besteht in einem Verständnis systemischer Prozesse. In diesem Sinne kann diese Seminarreihe in drei Teilen auch als Kurs zum systemischen Denken und Handeln bezeichnet werden.

Der Wechsel von einem linear-kausalen Denkmodell hin zu einem vernetzten und systemischen Denkmodell fällt Mitarbeitenden oftmals nicht leicht:
Denn in stationären und ambulanten Jugendhilfemaßnahmen bemühen wir uns um „verhaltensschwierige“ Kinder- und Jugendliche, als „identifizierte Patienten“ der Familie. Beim systemischen Ansatz steht das Beziehungsgeflecht „Familie mit ihrem Umfeld“ in den Mittelpunkt der Betrachtungsweise. Verhaltensauffälligkeiten werden nicht nur als intrapsychische Probleme oder als Resultate „schlechter Eltern“ verstanden, sondern als Reaktionen auf die jeweiligen Lebenskontexte.

Der systemische Ansatz beschränkt sich nicht auf die direkte Arbeit mit kompletten Systemen, vielmehr erlaubt er eine Arbeit mit familiären Subsystemen genauso wie mit Einzelpersonen - womit auch den realen Gegebenheiten innerhalb der Jugendhilfe entsprochen wird. Individuelle „familiären Wirklichkeiten“ werden als Konstrukte, als Geschichten gesehen, deren Probleme weniger durch objektive Umstände als durch die Bedeutungsgebungen der Beteiligten entstehen. So gesehen ist die Familie ein „sich selbst organisierendes System“, das man nicht durch „direktive Interventionen“ ändern kann. Eine Herausforderung also für alle Jugendhilfemaßnahmen, für die praktische Lösungsstrategien benötigt werden.

Folgende Themen werden in den Kursen bearbeitet:

  •  Bedeutung einer systemisch sowie konstruktivistisch orientierten Sichtweise für die Arbeit mit Eltern/Familien und ihre praktischen Konsequenzen;

  •  Entdecken und Erfahren der tieferen Bedeutung und Auswirkung der eigenen Herkunftsfamilie auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren Familien

  •  Vermittlung des entwicklungsorientierten (Satir), strukturellen (Minuchin) und des Mailänder (Zirkularität und Neutralität) Ansatzes in der Arbeit mit Familien

  •  Systemische Konzepte für die Praxis ambulanter und (teil-) stationärer Jugendhilfe

Methoden:

  • Vermittlung theoretischer Grundlagen
  •  Einheiten zur Selbsterfahrung und Reflexion

  •  Kommunikations- und Wahrnehmungsübungen

  •  Systemische Methoden in der Praxis, Fallarbeit; Arbeit mit „Live-Klienten“

  •  Kleingruppenarbeit; Übungen im Gesamtgruppe, Vortrag - Plenum

Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte in allen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Bis zu 16 Personen.