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Hoffnungslos? 
Helfen unter erschwerten Bedingungen

4-tägige Fortbildung für pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen und Diensten der Jugendhilfe und / oder Jugendbildungseinrichtungen.

Ziele/Inhalte

Jugendhilfe betritt oft dann das soziale Feld, wenn die Lage des Kindes und dessen Familie bereits hoffnungslos erscheint.

Hoch eskalierte Konflikte, lange Suchtkarrieren, manifestierte psychische Erkrankungen, etliche (scheinbar wirkungslose) voraus gegangenen Hilfsversuche, mangelnde materielle Möglichkeiten, erschreckende Vernachlässigungen, Missbrauch von Kindern, verstörende Gewalttaten, .... Es gibt zahlreiche Facetten und Ausprägungen von Problemen und Defiziten, mit denen wir professionellen Helfer konfrontiert werden.


Im Seminar wird erarbeitet, wie die Handelnden in der Jugendhilfe
auch unter erschwerten Bedingungen,

  • sich an den Ressourcen der Familien orientieren müssen, weil es dazu keine vernünftige Alternative gibt.
  • ihrem Schutzauftrag für Kinder nachkommen können.
  • soziale Kontrolle bewusst in das Hilfesetting integrieren können.
  • nützliche Kooperationen (und kollegiale Unterstützung) organisieren können.
  • an hilfreichen sozialen Konstrukten mitwirken können.
  • durch ihre Art der Beobachtung am Entstehen sozialer Wirklichkeiten beteiligt sind.
  • eigene Emotionen und Wahrnehmungsmuster identifizieren und für den Hilfeprozess nutzen können.

Vor dem Hintergrund systemischer Theorie und Praxiserfahrung, werden konkrete Fallgeschichten aus der Arbeitssituation der Teilnehmer/innen, reflektiert und erweiterte Möglichkeiten für den pädagogischen Alltag erarbeitet.

 

Methoden

Theorievermittlung, Fallarbeit, Kleingruppenarbeit, Reflecting-Team, systemische Fragen, Konstellationen, Genogrammarbeit, Strukturdiagramm, Auftragsklärung, Interventionsplanung, Risikoanalysen, Interventionen auf Milieuebene, ...

Die Auswahl der Themenschwerpunkte erfolgt in der Gruppe. Kollegiale ressourcenorientierte Teamarbeit wird vermittelt und angeleitet.

In die Fortbildung integriert, kann eine „Live-Arbeit“ mit Klienten (Familie oder Einzelperson) der Gruppe Gelegenheit geben, die Wirkung systemischer Interventionen direkt zu erleben.