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Gerichtliche Entscheidungen in Kindschaftssachen - Fortbildung

Ziele:

Die Fortbildung möchte Juristen und insbesondere Familienrichter/innen

  • Grundlagen über systemisches Denken vermitteln

  • systemische Methoden vorstellen

  • Hinweise und Anregungen für die richterliche Entscheidungspraxis geben.

Richter/innen sollen dadurch in die Lage versetzt werden,

  • mögliche Konsequenzen ihrer Arbeit – auch außerhalb der rechtlichen Fragestellung – im Vorfeld zu erkennen und

  • diese Möglichkeiten bei ihrer Entscheidung in angemessener Weise zu berücksichtigen.

Themen:

  • Konstruierte Wirklichkeiten – was die Akte erzählt

  • Einblick in Systemische Fragetechniken

  • Methoden (Genogramm, Strukturdiagramm) zur Hypothesenbildung

  • Kommunikationsstile und Interaktionsmuster erkennen und nutzen

  • Funktion und Wirkung von Tabus und Familiengeheimnissen

  • Schutz des Kindeswohls – Familien im „Kontext des Versagens“

  • Funktionale und dysfunktionale Grenzen in Familien

  • Dynamik der Trennungsfamilie

  • Familienarbeit im Verbund: Rollenbewusste Zusammenarbeit mit Jugendamt und Jugendhilfe

Aufbau:

1. Block: 9:00-12:00Uhr und 13:30-16:30 6 h

Je nach Interesse der Gruppe werden thematische Schwerpunkte gesetzt. Um den Praxisbezug zu intensivieren, können die Teilnehmer/innen anonymisierte Fallakten mitbringen, mit denen exemplarisch gearbeitet werden kann.

3-5 Wochen Abstand

Für die Wochen zwischen den beiden Fortbildungseinheiten können im ersten Block persönliche Beobachtungsaufgaben, Literaturtipps und konkrete Praxisanregungen gegeben werden.

2. Block: 9:00-12:00Uhr und 13:30-16:30 6 h

Im zweiten Block werden die Erfahrungen reflektiert, offene Fragen geklärt und die Themen zielgerichtet dem Interesse der Gruppe entsprechend vertieft.